Home > Uncategorized > Der Westen beendet die Pläne für die asiatische NATO

Der Westen beendet die Pläne für die asiatische NATO

Stop NATO  
30. Oktober 2010

Rick Rozoff

Übersetzt von Einar Schlereth

Der Westen beendet die Pläne für die asiatische NATO

 
In Übereinstimmung mit dem globalen Trend, der sich auch in anderen strategisch wichtigen Gebieten der Welt zeigt, verstärken die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten in der North Atlantic Treaty Organization (NATO) – ein Zusammenschluß aller größeren westlichen Militär-und Nuklear- und ehemaligen Kolonialmächte – ihre militärische Präsenz in Südostasien mit besonderem Gewicht auf die geopolitisch kritische Straße von Malakka.
Straße von Malakka

Diese ist eine der wichtigsten Schiffahrtswege und Engpässe. In einer Stellungnahme der Times of London, die George Robertson und Paddy Ashdown im Juni 2008 gewährt wurde – ersterer ein ehemaliger NATO-Generalsekretär und jetzt Baron Robertson of Port Ellen und letzterer ein ehemaliger Geheimdienstoffizier und Vizekönig des Westens in Bosnien zu Beginn des Jahrzehnts, der nahezu dieselbe Rolle in Afghanistan vor zwei Jahren innehatte – bedauerte man zum Teil die Tatsache, dass „Wir zum ersten Mal in mehr als 200 Jahren in eine Welt vordringen, die nicht völlig vom Westen beherrscht wird“.1

Tatsächlich sind die Gründungsmitglieder der NATO in Europa und Amerika zum ersten Mal in einem halben Jahrtausend mit einem Planeten konfrontiert, den sie nicht großenteils oder vollständig unter ihrer Kontrolle haben.

Mit der Ausschaltung der UdSSR und deren Netz von Alliierten in der Welt vor einer Generation war die Aussicht des Westens, eine unbestrittene weltweite Herrschaft erneut zu errichten, aussichtsreicher denn jemals zuvor seit dem Ersten Weltkrieg.

So wie das Britische Imperium es früher tat, nämlich seine Marine und militärischen Stützpunkte dort zu platzieren, wo sie wichtige maritime Punkte überblicken und wichtige Schiffahrtswege kontrollieren und den Transit von gegnerischem Personal und Material blockieren konnten, versucht der Westen jetzt kollektiv, verlorene Positionen zurück- und neue in Gebieten zu gewinnen, die zuvor für ihr militärisches Eindringen unzugänglich waren.

Südostasien ist solch ein Fall. In der Kolonialära aufgeteilt zwischen England, Frankreich, Holland, Portugal und Spanien (das in den Phillipinen 1898 durch die USA ersetzt wurde) hat es zusammen eine Bevölkerung von beinahe 600 Millionen, zwei Drittel der westlichen Hemisphäre und beinahe drei Viertel Europas.

Die Straße von Malakka verläuft fast 1000 km zwischen Thailand, Malaysia und Singapore auf der Ostseite und der indonesischen Insel Sumatra im Westen. Laut der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation durchfahren mindestens 50 000 Schiffe jährlich die Straße, die 30 % der Welthandelsgüter einschließlich des Öls vom Persischen Golf zu den großen ostasiatischen Nationen wie China, Japan und Südkorea transportieren. Bis zu 20 Millionen Barrels Öl (1 Barrel = 117.4 l) täglich passieren die Straße von Malakka, eine Menge, die mit der weiteren Entwicklung der asiatischen Länder noch wachsen wird.

Als die USA 1991 den Krieg gegen Irak begannen, abgesehen von Behauptungen betreffs Kuweits territorialer Integrität und den fingierten Anklagen, dass Babies aus den Brutkästen in Kuweit gerissen wurden, war eines der größeren Ziele, einer neuen unipolaren Welt zu zeigen, dass Washington seine Hand am globalen Ölhahn hatte. Dass es den Ölfluss aus dem Persischen Golf nach dem Norden und Westen Europas und nach Ostasien kontrollierte, insbesondere zu den vier Ländern, die das meiste Öl nach den Vereinigten Staaten importieren: Japan, China, Südkorea und Indien. Die ersten drei erhalten ihr Öl aus dem Persischen Golf hauptsächlich durch Tanker, die durch die Straße von Malakka laufen.

Straße von Hormus

Das US- Energieministerium hat für das Pentagon einen umfangreichen, aber präzisen Plan enworfen:

„Engpässe sind enge Kanäle, die stark als globale Seefahrtswege benutzt werden. Sie sind wichtig für die globale Energiesicherheit wegen des hohen Ölvolumens, das durch sie transportiert wird. Die Straße von Hormus, die aus dem Persischen Golf führt und die Straße von Malakka, die den Indischen und den Pazifischen Ozean miteinander verbindet, sind die strategischsten Engpässe. Weitere wichtige Passagen sind Bab al-Mandab, die das Arabische Meer mit dem Roten Meer verbindet; der Panama-Kanal und die Panama-Pipeline, die den Pazifik mit dem Atlantik verbindet; der Sueskanal sowie die Sumedpipeline, die das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbinden sowie der Bosperus, der das Schwarze und Kaspische Meer mit dem Mittelmeer verbindet.“2

Bab el-Mandab

Die USA haben ihr Militär in das Schwarze Meer und nach Zentralasien und in den Persischen Golf vorgeschoben, und vor zwei Jahren hat das Pentagon den US Africa Command eingeweiht, vor allem um die Öllieferungen aus Afrikas Golf von Guinea und dem Horn von Afrika zu sichern.

Sues Kanal und Sumed Pipeline (rechts)

Die Straße von Malakka ist der Hauptweg, der den Indischen mit dem Pazifischen Ozean verbindet. An ihrem südöstlichen Ende geht sie in das Südchinesische Meer über, wo die an Naturressourcen reichen Paracel- und Spratly- Inselgruppen zwischen Kina einerseits und mehreren Mitgliedern der ASEAN (Verbund südostasiatischer Länder) und anderen umstritten sind. Die Spratly-Inseln werden teilweise von den ASEAN-Mitgliedstaaten Brunei, Malaysia, den Philippinen und Vietnam und Taiwan beansprucht. Die Paracel-Inseln wurden 1974 in einem Seegefecht von Kina erobert.

Die USA haben im August ihren atomgetriebenen Flugzeugträger USS George Washington und den Zerstörer USS John S. McCain in das Südchinesische Meer geschickt zu den ersten gemeinsamen Militärübungen der USA und (des vereinigten) Vietnam, drei Wochen, nachdem Außenministerin Hillary Clinton sagte, als sie am ASEAN-Außenministertreffen in der vietnamesischen Hauptstadt teilnahm, dass „die Vereinigten Staaten … ein nationales Interesse an freier Schifffahrt, freiem Zugang zu Asiens maritimen ‘commons’ [die Meeresteile, die außerhalb der Hoheitsgewässer liegen. D.Ü.] und Respekt vor Internationalem Recht im Südchinesischen Meer haben“ und sie fügte hinzu: „Die Vereinigten Staaten sind eine Pazifische Nation und wir sind verpflichtet, ein aktiver Partner von ASEAN zu sein.“

Panama Kanal

Clintons Trip nach Hanoi gingen Besuche in den Hauptstädten Pakistans, Afghanistans und Südkoreas voraus, die alle drei fest unter dem US-militärischen Einfluß stehen. Im letzten Land reiste sie zu der demilitarisierten Zone, die Süd- von Nordkorea trennt, zusammen mit dem Pentagon-Boss Robert Gates im ersten gemeinsamen Besuch von US-Außen- und Verteidigungsministern, um des 60. Jahrestags des Beginns des Koreakrieges zu gedenken (der innerhalb von drei Wochen zum Krieg mit China führte).

Vier Tage, nachdem Clinton Söul verlassen hatte, begannen die USA die gemeinsame Militärübung Invincible Spirit im Japanischen Meer zusammen mit Südkorea, im folgenden Monat die jährliche Ulchi Freedom Guardian- Militärübungen mit 30 000 und 56 000 südkoreanischen Truppen und im September die anti-U-Boot-Übungen im Gelben Meer.3

In Bezug auf Clintons Erklärung auf dem ASEAN-Gipfel im Juli hat der malaysische Journalist und Analytiker Kazi Mahmoud geschrieben:

„Washington benutzt die regionale Gruppe der ASEAN für einen größeren militärischen Zweck und diese Strategie wird klar für alle Beobachter, die den US-Drang nach größerem Einfluß in Asien verfolgen.

Indem sie Länder wie Vietnam, Laos und sogar Myanmar (Burma) neuerdings

Bosporus

einbeziehen – die ASEAN besteht jetzt aus Indonesien, Malaysia, , den Philipppinen, Singapur, Thailand, Brunei, Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam – „führen die USA eine langfristige Strategie durch, um Kina und Rußland von Südostasien fernzuhalten … Vor dem afghanischen Krieg konnten die Amerikaner auf Thailand, Singapur, Malaysia und Indonesien sowie Brunei zählen. Heute haben die USA auch Vietnam und Kambodscha auf ihrer Seite.“ (Im Juli hat der US Pacific Command und die US Army Pacific die multinationalen Manöver Anglor Sentinel in Kambodscha durchgeführt.)

Außerdem wird Washingtons Rekrutierung der ASEAN-Länder, ursprünglich wegen territorialen Streits mit China gegründet, dazu führen, „die ASEAN in ein … militärisches Instrument zum Kampf für amerikanische Interessen in Irak, Afghanistan, Jemen und sicher auch Georgien und Nord-Korea verwandeln … Wenn die USA dieses Ziel erreicht haben werden, werden sie die Straße von Malakka und die Seewege der Region kontrollieren“.4

Taiwan, das Nicht-Mitglied in der ASEAN, das mit den USA einen Waffendeal über 6.4 Mrd.$ in diesem Jahr abgeschlossen hat5, liegt im Streit mit Kina wegen der Spratly-Inseln, und Japan ist im Streit mit Kina um die Senkaku Inseln, wie Japan sie nennt, oder die Diaoyu Inseln im Ostchinesischen Meer, wie sie von Kina genannt werden.

Am 11. Oktober hat der US Verteidigungsminister Gates sich in Hanoi mit Toshimi Kitazawa, dem japanischen Verteidigungsminister, auf der ASEAN Konferenz getroffen, und die „Verteidigungsminister waren bei ihren Gesprächen einer Meinung … dass ihre Länder gemeinsam antworten werden entsprechend dem bilateralen Sicherheitspakt für Stabilität in den Gebieten des Ostchinesischen Meeres, die auch die Senkaku Inseln umfassen, die wegen des Streits zwischen Japan und Kina in die Schlagzeilen gerieten …“6

Der fragliche Pakt ist der Vertrag gegenseitiger Kooperation und Sicherheit, der 1960 zwischen Japan und den USA unterzeichnet wurde, ähnlich den gegenseitigen militärischen Beistandsabkommen, die das Pentagon mit Australien, den Philippinen, Singapur, Südkorea und Thailand in der Pazifik Region Asiens hat. „Es entwickelt auch eine feste strategische Beziehung mit Vietnam – ausgerechnet.. Es arbeitet auch stark mit Indonesien und Malaysia zusammen, die beide angedeutet haben, dass sie Washington näher kommen wollen.“7

Bei dem Shangri-La Dialog in Singapur der Verteidigungsminister sagte Gates im Juni d.J.: „Die überragende Verpflichtung meines Landes gegenüber seinen Alliierten, Partnern und der Region ist es, Amerikas Sicherheitsengagement zu bestätigen.“8

Singapur und seit Juli auch Malaysia sind offiziell Truppen-beitragende Länder für NATOs Krieg in Afghanistan. Im Juni beteiligten sich Malaysia und Thailand an der diesjährigen Version der jährlichen US-Rim of the Pacific (RIMPAC) Seemanövern, den größten der Welt (mit 20 000 Truppen, 34 Schiffen, fünf U-Booten und über 100 Flugzeugen in diesem Jahr), die von der US Pacific Fleet in Hawai ausgetragen werden. RIMPAC 2010 bedeuteten die erstmalige Teilnahme der beiden südostasiatischen Länder an den Manövern. Weitere Länder außer den USA waren Australien, Kanada, Chile, Kolumbien, Frankreich, Indonesien, Japan, Holland, Peru, Singapur und Südkorea.

Außer der Besetzung Afghanistans mit 152 000 US- und NATO-Soldaten, dem Aufbau einer afghanischen Armee und Luftwaffe unter dem Kommando des Westen und der Integration Pakistans bei gemeinsamen Aufgaben mit der USA und der NATO9 konsolidiert Washington auch die strategische Militärpartnerschaft mit Indien. Im vergangenen Oktober nahm die US-Armee auch an den jüngsten und größten Yudh Abhyas (Übung für den Krieg) Manövern seit 2004 mit dem indischen Partner teil. An diesen Übungen waren 1000 Soldaten beteiligt, das US-Javelin Anti-Panzer-Raketensystem und der erste Einsatz der American Stryker (gepanzerte Kampffahrzeuge) außerhalb des afghanischen und irakischen Kriegsschauplatzes.10

Die USA haben auch mit der Welt zweitgrößtem bevölkerungsreichsten Land jährlich Übungen namens Malabar duchgeführt und diesen in den vergangenen vier Jahren ein multinationales Format unter Beteiligung von Kanada, Australien, Japan und Singapur gegeben. Malabar 2007 wurde im Golf von Bengalen, direkt nördlich der Straße von Malakka gehalten und umfasste 25 Kriegsschiffe aus fünf Landern.

Am 28. September hielten Indien und Japan ihre ersten gemeinsamen Militärgespräche in Neu Delhi ab, die „bezweckten, den gegenwärtigen Stand des Engagements, der militärischen Kooperation und militärischer Sicherheitsfragen zu überprüfen …“ Japan wude somit das neunte Land, mit dem die Armee Indiens bilaterale Gespräche geführt hat, nach den USA, England, Frankreich, Australien, Bangladesch, Israel, Malaysia und Singapur. Zur gleichen Zeit war Indiens Generalstabschef, Generaloberst der Luftwaffe Pradeep Naik auf einem „dreitägigen Goodwill Besuch“ in Japan, um seinen japanischen Kollegen, Generalstabschef der Luftwaffen-Selbstverteidigungsstreitkräfte Kenichiro Hokazono zu treffen. 11

Am 14. Oktober startete das Pentagon die jüngste bilaterale Amphibien-Landeübung (PHIBLEX) und das Cooperation Afloat Readiness and Training (CARAT) in den Philippinen mit über 3000 US-Soldaten sowie sechs Kriegsschiffen und Flugzeugen.

Wenn es zu einer Wiederholung der Schlacht um die Paracel Inseln von 1974 oder dem chinesisch- vietnamesischen Zusammenstoß wegen der Spratly Inseln zwischen Kina und anderen Anliegern kommen sollte, sind die USA bereit zu intervenieren.

Am 13. Oktober war Südkorea zum ersten Mal Gastgeber einer Übung der von den USA gebildeten Poliferation Security Initiative (PSI) – einer Operation zur Meeresabriegelung – die von George W. Bush 2003 begonnen wurde mit der anfänglichen Betonung auf Asien, die unterdessen aber globale Ausmaße angenommen hat.12

Am 22. Oktober waren am Ende 14 Länder beteiligt – u.a. die USA, Kanada, Frankreich, Australien, Japan – mit einem Lenkwaffenzerstörer, See-Patrouillen-Flugzeugen und anti-U-Boot Helikoptern.

Vor sechs Jahren hat Admiral Thomas Fargo, damals Chef des U.S. Pacific Command eine Regional Maritime Security Initiative gefördert, von der man sagte, dass sie „aus der Proliferation Security Initiative (PSI) entstanden sei“ und konzipiert, um „US- Marinesoldaten mit Hochgeschwindigkeits- Booten zum Schutz der Malakka Straße einzusetzen“13 Sowohl Indonesien als auch Malaysia lehnten Pläne ab, amerikanische Streitkräfte vor ihren Küsten zu stationieren.

Im Januar 2009 kündigte die NATO Pläne an für die Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG1), Teil der NATO Response Force von bis zu 25 000 Mann für globale Missionen, „für eine sechs-monatige Entsendung in das Arabische Meer, den Indischen Ozean und den Pazifik“ und „durch Gebiete wie die Straße von Malakka, Java und das Südchinesische Meer, eine Weltgegend, die nicht von NATO-Flotten besucht wird“ zu fahren.14

Der Indische Ozean, der vom Pentagon zwischen dem Central Command, dem Africa Command und dem Pacific Comman aufgeteilt ist, wird jetzt auch von NATO Kriegsschiffen patrouilliert.15

Die SNMG1, der erste NATO Konvoy, der vor zwei Jahren den afrikanischen Kontinent umfuhr, wurde in den Golf von Aden umgeleitet für die NATO Operation Allied Provider, die im April 2009 begonnen wurde, und erfolgreich die immer noch aktive Operation Ocean Shield abschloß. Und im vergangenen April hat die NATO-Gruppe zusammen mit Kriegsschiffen von Kanada, Holland, Portugal und Spanien Karachi in Pakistan erreicht, um „mit der Kriegsmarine von Pakistan gemeinsam eine zweitägige Marineoperation im Norden des Arabischen Meers durchzuführen“ auf dem Weg nach Singapur.16 Nach Angaben der Allianz „demonstriert die Entsendung nach Südostasien den hohen Wert, den die NATO ihren Beziehungen mit anderen Partnern weltweit beimißt …“17

Genauso wie die USA die Militärallianzen im asiatisch-pazifischen Raum im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts aus dem Kalten Krieg reaktiviert haben, so taten es auch die Hauptalliierten der NATO.

Kurz nachdem Washington den US-atomgetriebenen Flugzeugträger „mit F/A-18C Hornet, F/A-18E/F super Hornet, C-2A Greyhound, MH-60R Seahawk und MH-60S Seahawk Helikoptern und anderen Kampfflugzeugen“19 nach Port Klang Cruise Centre in Malaysia in diesem Monat entsandt haben, haben sich die Verteidigungsminister des vom United Kingdom initiierten Five Power Defence Arrangements (FPDA) Kollektivs – dessen Mitglieder England, Australien, Malaysia, Neuseeland und Singapur sind – in der Hauptstadt Singapur zur 13. FPDA-Konferenz zusammengesetzt.

„Die Verteitigungschefs … gaben während der Konferenz eine FPDA-Manöver-Konzeptdirektive heraus.

Diese Direktive zielt darauf ab, die Entwicklung der künftigen FPDA Manöver und Aktivitäten anzuleiten und die Interoperabilität und die Interaktionen der bewaffneten Kräfte der fünf Mitgliederländer zu stärken.

Sie bezweckt auch die künftige Verbesserung der Fähigkeit der PDA, konventionelle und unkonventionelle Operationen durchzuführen …“20 Die fünf Verteidigungschefs verließen dann Singapur, um der Eröffnungszeremonie des Manövers Bersama Padu 2010 auf der Butterworth Luftwaffenbasis im malaysischen Staat Penang am 15. Oktober beizuwohnen.

Das Militärmanöver geht bis zum 29. Oktober und umfasst „13 Schiffe und 63 Flugzeuge aus den fünf Mitgliedsstaaten der FPDA Länder, die in einer Multi-Bedrohungs-Umgebung zusammenarbeiten.“21

Die FPDA wurde 1971 gegründet auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges zusammen mit ähnlichen Militärgruppen – vor allem der NATO – und hat sich in der Nach-Kalten-Kriegs-Periode kontiuierlich vergrößert.

Nach Angaben des australischen Verteidigungsministeriums ist Bersamu Padu 2010 „eine dreiwöchige Übung [am 11. Oktober begonnen] zur Verbesserung der regionalen Sicherheit in der Region.

Die Manöver, die Teil des Five Power Defence Arrangement (FPDA) sind, werden an verschiedenen Orten auf der ganzen malaysischen Halbinsel und im Südchinesischen Meer stattfinden.“ Sie umfassen vier australische Kriegsschiffe und acht F/A-18 Multiaufgaben Kampfflugzeuge. Der australische Generalleutnant Mark Evans, Chef der gemeinsamen Operationen, sagte, „die FPDA Länder teilen ein gemeinsames Interesse an der Sicherheit und Stabilität der Region, und die Manöver werden die Interoperabilität der gemeinsamen Luft-, Boden- und Seestreitkräfte der Mitgliedsländer verbessern.“22

Alle fünf FPDA Mitglieder sind in NATOs Krieg in Afghanistan engagiert als Teil einer historisch nie dagewesenen Kriegsführung mit insgesamt 45 Nationen. England hat das zweitgrößte Kontingent an Truppen abgestellt für NATOs International Security Assistance Force, geschätzte 9500 Mann, und Australien die meisten von allen nicht-NATO Mitgliedern, nämlich 1550.23

Afghanistan ist der Übungsplatz für eine globale NATO Expedionsstreitmacht. Und für eine rapide sich entwickelnde Asien NATO, die vorbereitet wird, um Kina im Südchinesischen Meer und sonstwo gegenüberzutreten.

Fußnoten:

1) The Times, June 12, 2008

2) U.S. Energy Information Administration

http://www.eia.doe.gov/cabs/world_oil_transit_chokepoints/background.html

3) U.S.-China Conflict: From War Of Words To Talk Of War, Part I

Stop NATO, August 15, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/08/15/u-s-china-conflict-from-war-of-words-to-talk-of-war-part-i

Part II: U.S.-China Crisis: Beyond Words To Confrontation

Stop NATO, August 17, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/08/17/part-ii-u-s-china-crisis-beyond-words-toward-confrontation

4) Kazi Mahmood, U.S. Using ASEAN To Weaken China

World Future Online, August 13, 2010

5) U.S.-China Military Tensions Grow

Stop NATO, January 19, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/01/20/u-s-china-military-tensions-grow

6) Kyodo News, October 11, 2010

7) The Australian, August 19, 2010

8) Ibid

9) NATO Pulls Pakistan Into Its Global Network

Stop NATO, July 23, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/07/23/nato-pulls-pakistan-into-its-global-network

10) India: U.S. Completes Global Military Structure

Stop NATO, September 10, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/09/10/india-u-s-completes-global-military-structure

11) The Hindu, September 29, 2010

12) Proliferation Security Initiative And U.S. 1,000-Ship Navy: Control Of World’s Oceans, Prelude To War

Stop NATO, January 29, 2009

http://rickrozoff.wordpress.com/2009/08/26/proliferation-security-initiative-and-us-1000-ship-navy-control-of-worlds-oce

13) Financial Times, April 5, 2004

14) Victoria News, January 30, 2009

15) U.S., NATO Expand Afghan War To Horn Of Africa And Indian Ocean

Stop NATO, January 8, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/01/08/u-s-nato-expand-afghan-war-to-horn-of-africa-and-indian-ocean-2

16) The News International, April 27, 2009

17) Indo-Asian News Service, March 26, 2009

18) Asia: Pentagon Revives And Expands Cold War Military Blocs

Stop NATO, September 14, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/09/15/asia-pentagon-revives-and-expands-cold-war-military-blocs

U.S. Marshals Military Might To Challenge Asian Century

Stop NATO, August 21, 2010

http://rickrozoff.wordpress.com/2010/08/21/u-s-marshals-military-might-to-challenge-asian-century

19) Bernama, October 8, 2010

20) Government of Singapore, October 14, 2010

21) Ibid

22) Australian Government

Department of Defence

October 11, 2010

23) Afghan War: NATO Builds History’s First Global Army

About these ads
Categories: Uncategorized
  1. No comments yet.
  1. No trackbacks yet.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 484 other followers

%d bloggers like this: